Sternfahrt – wir waren dabei.

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Sternfahrt der Asyl-Helferkreise in in Bayern am 4. März 2017 – der Helferkreis Kochel war  – wie auch die anderen Gemeinden aus dem Loisachtal – mit dabei

Ziel der Sternfahrt der oberbayerischen Helferkreise war es, auf die aktuell gängige Abschiebe-situation afghanischer Asylsuchender aufmerksam zu machen. Ebenso stünden die derzeit geltenden Beschäftigungsverbote und eingeschränkten Ausbildungsmöglichkeiten für Asylbewerber – vor allem aus nicht priorisierten Fluchtländern – einer von den Flüchtlingshelfern angestrebten weiteren zügigen Integration entgegen.

Zur Sternfahrt mit Gruppenfoto an der Bavaria in München hatte das Organisationsteam des Netzwerks Asyl im Oberland um Pfarrer Jost Herrmann, das angebunden an die evangelische Kirchengemeinde in Weilheim ist, den Aktionstag straff durchgeplant. Im Vorfeld wurden Fahrpläne und Treffpunkte bekannt gegeben, sowie eine eigene Whats-app-Gruppe eingerichtet und die Medien über die Aktion informiert.

Ab 09.30 traf sich die recht beachtliche Gruppe von Ehrenamtlichen Asylhelfern mit Plakaten ausgerüstet am Kochler Bahnhof, die Loisachtaler Gruppen stiegen in Benediktbeuern bzw. Bichl zu. Zu den Gruppe hatten sich auch einige mittlerweile engagierte und der aktuellen Flüchtlingspolitik kritisch gegenüber stehende Mitstreiter gesellt. Anschließend: das Gruppenfoto am Bahnhof, das gleich an die Organisatoren der Veranstaltung geschickt wurde – wie das alle anderen Helferkreise auch taten. Rückmeldung der Organisatoren – es werden beachtlich mehr Teilnehmer als die erwarteten 200 – das macht Mut!

Am vereinbarten ersten Treffpunkt der Sternfahrt am Münchner Hauptbahnhof brachte nahezu jeder Zug neue Mitstreiter aus allen Teilen Bayerns, bis schließlich der angegebene Treffpunkt am Bahnhof für die Menge an Teilnehmern nicht mehr ausreichte. Mit jedem Fernzug, der eintraf, wuchs die Gruppe und stieß auf dementsprechende Beachtung durch die anderen Reisenden. Bunt gemischt war die Gruppe nicht nur aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Helferkreise, sondern teilweise wurden die Helfer auch durch die von ihren betreuten Asylsuchenden zur Sternfahrt begleitet, für die diese Aktion gelebter Demokratie natürlich neu war.

Auf dem Fußweg zum Ziel der gemeinsamen Sternfahrt –der Bavaria – kam man untereinander ins Gespräch und es ergab sich die eine oder andere Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen. An der Bavaria angekommen waren es nunmehr mehr als fünf Mal so viele Teilnehmer wie erwartet,  wie der BR berichtete,  mehr als 1.000 Engagierte, die mit Plakaten und Spruchbändern ihre Botschaft medienwirksam anbrachten.

Geplant ist, dass das Gruppenfoto der Teilnehmer zusammen mit der erst kürzlich verfassten „Tutzinger Resolution“ (siehe dort), die von über 200 oberbayerischen Asyl-Helferkreise unterzeichnet wurde , Innenminister Herrmann zukommt.

Die „Tutzinger Resolution“ fordert die Aufhebung von Arbeitsverboten für Asylsuchende, Aufhebung der Restriktionen bei Bildungs- und Ausbildungsangeboten sowie eine Änderung der aktuellen Abschiebesituation nach Afghanistan. Wie der Organisator der Sternfahrt, Jost Herrmann, erklärte, sollte diese Menge an engagierten Menschen Argument genug sein, sie „an Gesprächen zur geplanten Asylpolitik zu beteiligen anstatt über deren Köpfe hinweg Politik zu betreiben“. Wie er abschließend erwähnte, solle diese – bisher bundesweit größte – Sternfahrt nicht das letzte Treffen der in Helferkreisen in Bayern Engagierten bleiben. Man sieht sich also wieder.

 

 

Berichterstattung in der BR Rundschau 18.30 www.br.de   mediathek

 

 

 

 

Berichterstattung in der BR Rundschau 18.30

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